KapazitätsWERK Engpass besprechen
Alle vier Projekte

Umgesetztes Projekt · 2 von 4

Die Kanzlei fand kein Personal. Also musste weniger Arbeit beim Personal bleiben.

Zwei Stellen, neun Monate unbesetzt — und gleichzeitig kamen weiter neue Mandatsanfragen. Gebaut wurde ein System, das die Mandatsaufnahme so weit vorbereitet, dass eine Fachkraft erst dann einsteigt, wenn tatsächlich zu entscheiden ist.

16Mitarbeiter
2offene Stellen
9Monate Vakanz
4verbundene Abläufe

Die Kanzlei bleibt aus Gründen der Verschwiegenheit anonym. Profil, Ausgangslage, Abläufe und Ergebnisse stammen aus dem umgesetzten Projekt.

01 · Die Ausgangslage

Nicht die Bearbeitung war der Engpass, sondern die Aufnahme.

Eine wachsende Kanzlei mit 16 Mitarbeitern hatte zwei Stellen seit neun Monaten nicht besetzen können. Der Markt gab niemanden her. Gleichzeitig kamen rund 30 ernsthafte Neuanfragen pro Jahr — jede attraktiv, jede mit Aufwand verbunden.

Der Aufwand entstand vor der eigentlichen Beratung. Partner und Steuerberater qualifizierten Anfragen, forderten Unterlagen nach, lasen mitgebrachte Verträge und Vorjahresbescheide und stellten daraus ein Bild des Mandanten zusammen.

Jede Anfrage begann bei null.

  • Anfragen kamen über E-Mail, Telefon und Formular — ohne einheitliche Struktur.
  • Der tatsächliche Beratungsbedarf wurde oft erst im Verlauf der Zusammenarbeit sichtbar.
  • Unterlagen mussten mehrfach nachgefordert werden.
  • Altlasten aus früherer Betreuung tauchten erst nach Mandatsbeginn auf.
  • Mitgebrachte Verträge und Bescheide mussten von Berufsträgern gelesen werden, bevor überhaupt eine Einschätzung möglich war.

Die Kanzlei lehnte Mandate nicht aus fachlichen Gründen ab, sondern weil bereits die Aufnahme zu viel Kapazität band.

03 · Wie die Bausteine ineinandergreifen

Eine Kette, die vorne beginnt.

Kein einzelner Baustein hätte den Engpass gelöst. Erst das Zusammenspiel hat es getan.

Anfrage Triage StrukturierteAufnahme Dokumenten-analyse Mandatsbild Portal · Unterlagen Anlage-V-Vorbereitung setzt auf dem Mandatsbild auf

Zum Ansehen seitlich wischen

Die Triage nimmt die Anfrage entgegen und stellt fest, worum es geht und wer zuständig ist. Erst wenn eine Anfrage ernsthaft ist, startet die strukturierte Aufnahme — mit Fragen, die auf die Zielmandanten dieser Kanzlei zugeschnitten sind, und einem Portal für die Unterlagen. Was dort hochgeladen wird, geht direkt in die Dokumentenanalyse: Verträge und Vorjahresbescheide werden nicht nur abgelegt, sondern mit Fundstelle ausgewertet.

Am Ende steht ein Mandatsbild, in dem sichtbar ist, was bekannt ist, was fehlt und wo fachlich zu klären ist. Handelt es sich um ein Immobilienmandat, setzt die Anlage-V-Vorbereitung unmittelbar darauf auf — die erste laufende Arbeit startet dann nicht bei null, sondern auf dem, was in der Aufnahme schon geordnet wurde.

04 · Vorher / Nachher

Der Unterschied in einem Blick.

Anfrage landet irgendwoAnfrage ist zugeordnet und priorisiert
Fragen individuell stellenAufnahme folgt der Kanzleilogik
Unterlagen per Mail nachfordernPortal führt durch die Dokumentenliste
Verträge selbst durchlesenFundstellen sind aufbereitet
Beratungsbedarf zeigt sich späterOffene Punkte stehen vor Mandatsbeginn

05 · Was bei der Kanzlei bleibt

  • die Entscheidung, ob ein Mandat angenommen wird
  • die fachliche Einordnung des Sachverhalts
  • die Bewertung von Altlasten und Risiken
  • die Honorar- und Leistungsvereinbarung
  • das Gespräch mit dem Mandanten

06 · Was sich verändert hat

  • Die Kanzlei gewinnt Aufnahmekapazität aus dem bestehenden Team zurück, statt sie ausschließlich über Personal einzukaufen.
  • Qualifizierte Mitarbeiter steigen mit einer Entscheidung ein, nicht mit einer Recherche.
  • Der potenzielle Mandant erlebt einen geordneten Aufnahmeprozess.
  • Altlasten werden vor Mandatsbeginn sichtbar, nicht danach.

Nicht jedes zusätzliche Mandat braucht sofort zusätzliches Personal. Es braucht zuerst weniger manuelle Vorarbeit, bevor eine Fachkraft überhaupt entscheidet.