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Prozessbeispiel · Vermietung

Die Unterlagen liegen verteilt. Das Arbeitspapier nicht.

Bei vermieteten Immobilien müssen viele unterschiedliche Informationen zusammengeführt werden: Mietverträge, Mietzahlungen, Nebenkostenabrechnungen, WEG-Unterlagen, Rechnungen, Darlehensunterlagen, Bankbewegungen und Informationen zum Objekt.

Fachliche Quelle
Objektunterlagen und DATEV
Technischer Zugriff
KlarDaten
Verarbeitung
Langdock-Workflow
Freigabe
Die Kanzlei

Eingesetzt inCase 02 · Offene Stelle

01 · Wie es heute läuft

Die Arbeit ist nicht das Eintragen. Sondern das Zuordnen.

Die Unterlagen liegen verteilt in E-Mails, Portalen, Papierordnern, DATEV-Dokumenten und Excel-Dateien. Es muss nachvollziehbar sein, welche Zahlung zu welchem Objekt, welchem Zeitraum und welcher Kostenart gehört.

  • 01Unterlagen zusammentragen120 Min
  • 02Nach Objekt und Jahr ordnen90 Min
  • 03Zahlungen abgleichen105 Min
  • 04Aufwendungen einordnen75 Min
  • 05Arbeitspapier aufbauen90 Min
Je Vorgang 8 Stunden Bei 40 Objekten im Jahr: 320 Stunden.

Bei mehreren Immobilien oder unvollständigen Unterlagen wächst das schnell. Von diesen fünf Schritten bleibt automatisiert einer übrig — die steuerliche Einordnung.

9Schritte im AblaufVom Auslöser bis zum fertigen Ergebnis.
8laufen automatisiertDatenzugriff, Zusammenführung, Auswertung und Dokument.
1bleibt bei der KanzleiDie fachliche Bewertung. Genau der Schritt, für den man Berufsträger braucht.
Schätzwerte auf Basis vergleichbarer, real beobachteter Kanzleiabläufe — kein Messwert. Im Pilot messen wir gegen Ihre Baseline.

02 · Was der Prozess sichtbar macht

Nicht Zahlen eintragen. Sondern Zuordnung nachvollziehbar machen.

Anlage V ist der Teil der Einkommensteuererklärung, in dem Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erklärt werden. Je nach Sachverhalt können Reparaturen, Finanzierungszinsen, Abschreibungen, Nebenkosten oder nicht abzugsfähige Bestandteile relevant sein.

  • welche Zahlung zu welchem Objekt gehört
  • welcher Beleg zu welchem Zeitraum gehört
  • welche Aufwendungen welcher Kostenart zuzuordnen sind
  • welche Belege fehlen oder sich widersprechen
  • welche Zahlungen keiner Position zugeordnet sind

03 · Der fachliche Ablauf

Neun Schritte. Acht davon müssen keine Person mehr machen.

Das Ergebnis ist keine automatische Steuererklärung. Es ist ein nachvollziehbares Arbeitspapier, das die Vorbereitung der Anlage V strukturiert.

  1. 01

    Für Objekt und Veranlagungsjahr wird ein Fall angelegt.

  2. 02

    Die relevanten Originalunterlagen werden zusammengeführt.

  3. 03

    Die Dokumente werden nach Objekt, Jahr, Zahlung und Sachverhalt geordnet.

  4. 04

    Einnahmen und Ausgaben werden mit den vorhandenen Zahlungen und Belegen abgeglichen.

  5. 05

    Aufwendungen werden möglichen steuerlichen Kategorien zugeordnet.

  6. 06

    Fehlende Belege, widersprüchliche Angaben und nicht zugeordnete Zahlungen werden sichtbar gemacht.

  7. 07

    Ein transparentes Arbeitspapier mit Berechnungen, Quellen und offenen Punkten entsteht.

  8. 08

    Vorgeschlagene Werte für die Anlage V werden vorbereitet.

  9. 09

    Die Kanzlei bewertet die steuerliche Einordnung und entscheidet über die Verwendung.

    Hier entscheidet der Mensch

04 · Die Automatisierung

Jeder Wert bleibt mit seinem Dokument verbunden. Auch der unklare.

Aus den Unterlagen werden strukturierte Daten erzeugt — mit Dokument-ID, Seitenangabe, Objekt, Jahr, Datum, Betrag, Vertragspartner und möglicher steuerlicher Kategorie.

Fachliche QuelleUnterlagenBelege je ObjektZuordnungje ObjektMieten · KostenObjekt 1Wohnung HafenstraßeObjekt 2LadenlokalObjekt 3GaragenhofErgebnisRechenblattje Objekt, mit SummenFreigabeKanzleierklärt abDer Workflow greift die fachliche Quelle nie direkt an
Je Objekt eine eigene Spur — zusammengeführt auf einem Rechenblatt mit offenen Summen.
AbgleichZeigt, was zusammenpasst und was nicht.

Belege und Bankbewegungen werden gegeneinander gehalten. Nicht zugeordnete Zahlungen bleiben sichtbar.

Anlage-V-SkillBeschreibt, in welche Kategorie ein Aufwand fällt.

Er unterscheidet die Kostenarten, stellt die Objekt- und Zeitraumbindung her und markiert widersprüchliche Punkte.

Was dabei erfasst und geprüft wird

  • Einnahmenübersicht
  • Ausgabenübersicht
  • Zuordnung nach Objekt
  • Abgleich mit Zahlungen
  • Finanzierungszinsen
  • Abschreibungsgrundlage
  • WEG-Rücklagen
  • Nebenkosten und Umlagen
  • Nicht abzugsfähige Bestandteile

05 · Das Ergebnis

Am Ende liegt keine Erklärung vor. Sondern eine belegte Grundlage.

Wenn ein Wert nicht eindeutig ermittelt werden kann, wird er als offen oder unklar dargestellt — nicht geraten.

Anlage-V-Arbeitspapier · Eheleute KesslerVeranlagungsjahr 2025 · Mehrfamilienhaus Lindenstraße 124 Wohneinheiten, 3 vermietet · Aufteilungsschlüssel 75 % nach Wohnfläche (Vorjahresentscheidung der Kanzlei)
Mieteinnahmen 3 WE Mietkonto-Auszug 01–12/202528.800,00 €
Schuldzinsen Jahreszinsbescheinigung Bank7.412,50 €
Dachreparatur — fachliche Entscheidung: Erhaltung oder Herstellung Rechnung Dachdecker, 14.03.20259.860,00 €
Hausgeld, nicht umlagefähig — 2.345,67 € × 75 %, Rundung 0,0025 € ausgewiesen Verwalterabrechnung, S. 31.759,25 €
Gebäudeversicherung — 1.568,00 € × 75 % Police, Beitragsrechnung1.176,00 €
Summe Werbungskosten (Vorschlag) — Kontrollsumme, Differenz 0,0021.635,75 €
Mietvertrag WE 3 (Neuvermietung 09/2025)fehlt · Nachforderung vorbereitet
Zur fachlichen PrüfungÜbernahme in DATEV Vermietung und Verpachtung oder das Einkommensteuerprogramm über den Kanzleiweg

Jede Zahl führt zurück zum Beleg und zur Fundstelle; jede Verteilung zeigt Schlüssel, Ergebnis und Rundung. Widersprüche zwischen zwei Belegen erscheinen nebeneinander.

06 · Werkzeuge und Rollen

Jedes Werkzeug hat genau eine Aufgabe.

Bei Vermietungssachverhalten hängt alles an der Zuordnung. Deshalb bleibt jeder extrahierte Wert mit seinem Ursprungsdokument verbunden.

Fachliche Quelle

Objektunterlagen

Mietverträge, Abrechnungen, Rechnungen, Darlehens- und Anschaffungsunterlagen sowie die bisherige Anlage V.

Zugriffsschicht

KlarDaten

Stellt den technischen Zugriff auf vorhandene DATEV-Stamm- und Buchungsdaten bereit.

Kernverarbeitung

Langdock-Workflow

Übernimmt Dokumentsammlung, OCR, strukturierte Extraktion, Zuordnung, Abgleich und Dokumenterstellung.

Ablage

Portal und Dokumentablage

Nimmt die Originalunterlagen auf und verbindet sie nach Objekt und Jahr mit dem Fall.

Regeln

Anlage-V-Skill

Legt fest, welche Dokumente relevant sind, wie Kostenarten unterschieden und offene Punkte dargestellt werden.

Ausgabe

Dokumentausgabe

Erzeugt das Arbeitspapier mit Berechnungen, Quellen, Annahmen und offenen Punkten.

07 · Was bei der Kanzlei bleibt

Sie prüfen nicht die Ablage. Sie prüfen die steuerliche Einordnung.

Die Kanzlei erhält das strukturierte Arbeitspapier und muss nicht erneut alle Rechnungen, Kontoauszüge und Unterlagen zusammensuchen.

  • Welche Einnahmen und Ausgaben gehören tatsächlich zum Mietobjekt?
  • Welche Kostenbestandteile sind für die Anlage V relevant?
  • Welche Aufwendungen müssen anders eingeordnet werden?
  • Welche offenen Punkte müssen mit dem Mandanten geklärt werden?
  • Welche Berechnungen können übernommen werden?
  • Welche Unterlagen müssen nachgefordert werden?

Der Prozess ordnet. Die Kanzlei ordnet ein. Welche Werte in die Erklärung gehen, entscheidet sie.

08 · Was sich dadurch ändert

Der Einstieg ist kein Stapel Unterlagen. Sondern ein geordnetes Papier.

Die Kanzlei erhält eine nachvollziehbare Grundlage, statt die Informationen aus vielen einzelnen Dokumenten und Tabellen manuell zusammensetzen zu müssen.

  • 01Objekt- und Jahreszuordnung
  • 02Einnahmen und Ausgaben
  • 03Beleg- und Zahlungsreferenzen
  • 04Berechnungen
  • 05Mögliche steuerliche Kategorien
  • 06Offene Punkte
  • 07Annahmen
  • 08Vorgeschlagene Werte