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Prozessbeispiel · Dokumentenanalyse

Die entscheidende Klausel steht selten an einer einzigen Stelle.

Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen, Zahlungsbedingungen, Preisänderungen, Pflichten, Haftungsregelungen und steuerlich bedeutsame Klauseln verteilen sich über viele Seiten und Anlagen.

Fachliche Quelle
Dokumente und DATEV
Technischer Zugriff
KlarDaten
Verarbeitung
Langdock-Workflow
Freigabe
Die Kanzlei

Eingesetzt inCase 02 · Offene StelleCase 04 · Digital, aber manuell

01 · Wie es heute läuft

Gelesen wird erst, wenn das Problem schon da ist.

In der Praxis werden solche Dokumente häufig erst gelesen, wenn bereits eine konkrete Frage entstanden ist. Dann müssen die entscheidenden Stellen gesucht, frühere Fassungen verglichen und die Auswirkungen zusammengefasst werden.

  • 01Dokument sichten45 Min
  • 02Eckdaten erfassen40 Min
  • 03Fristen und Klauseln herausarbeiten60 Min
  • 04Versionen vergleichen45 Min
  • 05Briefing schreiben50 Min
Je Vorgang 4 Stunden Bei 150 Verträgen im Jahr: 600 Stunden.

Deshalb bleibt vieles ungelesen, bis es weh tut. Von diesen fünf Schritten bleibt automatisiert einer übrig — die fachliche Einordnung.

9Schritte im AblaufVom Auslöser bis zum fertigen Ergebnis.
8laufen automatisiertDatenzugriff, Zusammenführung, Auswertung und Dokument.
1bleibt bei der KanzleiDie fachliche Bewertung. Genau der Schritt, für den man Berufsträger braucht.
Schätzwerte auf Basis vergleichbarer, real beobachteter Kanzleiabläufe — kein Messwert. Im Pilot messen wir gegen Ihre Baseline.

02 · Was der Prozess sichtbar macht

Keine automatische Beratung. Sondern eine quellengebundene Arbeitsgrundlage.

Verarbeitet werden können Vertrag und Nachträge, Anlagen, relevante DATEV-Daten, frühere Vertragsfassungen, zugehörige Rechnungen sowie die konkrete Fragestellung der Kanzlei.

  • welche Klauseln für die Fragestellung relevant sind
  • welche Fristen und Pflichten bestehen
  • wie sich Versionen und Anlagen unterscheiden
  • welche Zahlungs- und Anpassungsbedingungen gelten
  • an welcher Fundstelle etwas steht

03 · Der fachliche Ablauf

Neun Schritte. Acht davon müssen keine Person mehr machen.

Der Prozess startet mit einem Auftrag, einen bestimmten Vertrag im Zusammenhang mit einem konkreten Mandantenfall zu analysieren.

  1. 01

    Das Dokument und der Analyseauftrag werden bereitgestellt.

  2. 02

    Vertrag, Anlagen und relevante DATEV-Daten werden zusammengeführt.

  3. 03

    Vertragspartner, Gegenstand, Laufzeit und wirtschaftliche Eckdaten werden strukturiert erfasst.

  4. 04

    Pflichten, Fristen, Zahlungsbedingungen und relevante Klauseln werden herausgearbeitet.

  5. 05

    Abweichungen zwischen Versionen oder Anlagen werden sichtbar gemacht.

  6. 06

    Die für die Fragestellung relevanten Textstellen werden mit Fundstelle dokumentiert.

  7. 07

    Offene Fragen und mögliche Auswirkungen werden strukturiert dargestellt.

  8. 08

    Ein Analysebriefing oder Aktenvermerk wird erstellt.

  9. 09

    Die Kanzlei bewertet die fachliche Relevanz und entscheidet über die weitere Bearbeitung.

    Hier entscheidet der Mensch

04 · Die Automatisierung

Jede Aussage bekommt eine Fundstelle. Sonst steht sie nicht drin.

Der Langdock-Workflow verbindet Analyseauftrag, Dokumente, relevante DATEV-Daten über KlarDaten, freigegebene Vorlagen und die Dokumenterstellung.

EingabeVerträgePDF · Scan · StapelExtraktion · Vertrags-SkillKlauseln erkennen unddem Vertrag zuordnenFristen und Risikenmit Fundstelle notierenVerstehenKlauselkarteje VertragHandelnFristenlistemit VorlaufFreigabeDie Kanzleibewertet · terminiertDas Original bleibt unberührt — jede Aussage trägt ihre Fundstelle
Aus dem Stapel werden zwei Dinge: die Klauselkarte fürs Verstehen, die Fristenliste fürs Handeln.
ExtraktionZeigt, was im Dokument steht.

Vertragspartner, Laufzeit, Fristen, Zahlungsbedingungen und Klauseln werden mit Fundstelle erfasst. Versionen werden gegeneinander gehalten.

Analyse-SkillBeschreibt, was das für den Fall bedeutet.

Er verbindet die Fundstellen mit der konkreten Fragestellung und stellt mögliche Auswirkungen und offene Fragen dar.

Was dabei erfasst und geprüft wird

  • Vertragspartner
  • Vertragsgegenstand
  • Beginn und Ende
  • Verlängerung und Kündigung
  • Zahlungsbedingungen
  • Anpassungsklauseln
  • Pflichten der Parteien
  • Fristen und Termine
  • Sicherheiten und Haftung

05 · Das Ergebnis

Am Ende liegt keine Zusammenfassung vor. Sondern ein belegtes Briefing.

Der Prozess erstellt keine automatische Rechts- oder Steuerberatung, sondern eine quellengebundene Arbeitsgrundlage für die fachliche Einordnung.

Klauselkarte · Sommer Logistik GmbHPrüfungsfrage: Welche Regelungen im Geschäftsführer-Anstellungsvertrag sind für die vGA-Prüfung relevant?Vertragssatz: Vertrag 2019 · Nachtrag 1 (2022) · Nachtrag 2 (01/2025) · Beschlüsse 2019–2025
MerkmalFundstelleBefundStand
FestgehaltVertrag 2019 § 4 S. 2 → Nachtrag 2 Ziff. 19.500 € monatlich → 12.500 € monatlich ab 01.01.2025Änderung belegt
TantiemeVertrag 2019 § 5 S. 325 % des Jahresüberschusses, höchstens 40.000 €unverändert, belegt
Gesellschafterbeschluss zur Gehaltserhöhung 2025Beschlussordner 2019–2025im Dokumentensatz nicht enthaltenfehlt — Nachforderung
NebentätigkeitVertrag 2019 § 9 → Nachtrag 2 Ziff. 3Vorfassung: mit Zustimmung · Nachtrag streicht den ZustimmungsvorbehaltÄnderung belegt
Vertragsdatum und TätigkeitsbeginnVertrag S. 1 (15.03.2019) · § 2 (Beginn 01.03.2019)Vertrag datiert nach TätigkeitsbeginnWiderspruch — fachlich zu prüfen
Analysebriefing — zur fachlichen PrüfungPrüfpunkte: Rückwirkung 2019 · fehlender Beschluss 2025 · Angemessenheit der Gesamtvergütung

Was ein Nachtrag geändert hat, erscheint als Vorher-Nachher-Paar mit beiden Fundstellen. Fehlende Dokumente und Widersprüche zwischen Fassungen bleiben sichtbar.

06 · Werkzeuge und Rollen

Jedes Werkzeug hat genau eine Aufgabe.

Eine Vertragsaussage ohne Fundstelle ist wertlos. Deshalb bleibt jede Angabe mit ihrer Textstelle verbunden.

Fachliche Quelle

Dokumente

Vertrag, Nachträge, Anlagen, frühere Fassungen und ergänzende Vereinbarungen.

Zugriffsschicht

KlarDaten

Stellt den technischen Zugriff auf zugehörige DATEV-Daten wie Rechnungen oder Buchungen bereit.

Kernverarbeitung

Langdock-Workflow

Verbindet Auftrag, Dokumente, Datenzugriff, Vorlagen und die Erstellung des Briefings.

Lesen

OCR und Extraktion

Erfasst Struktur und Eckdaten des Dokuments und hält jede Angabe mit ihrer Fundstelle fest.

Regeln

Analyse-Skill

Legt fest, welche Klauseltypen erfasst, wie Versionen verglichen und offene Punkte dargestellt werden.

Ergebnis

Analysebriefing

Quellengebundene Arbeitsgrundlage oder Aktenvermerk für die weitere fachliche Arbeit.

07 · Was bei der Kanzlei bleibt

Sie prüfen nicht das Dokument. Sie prüfen die Auswirkung.

Die Kanzlei erhält das strukturierte Briefing und muss nicht erneut den gesamten Vertrag durchsuchen.

  • Welche Klauseln sind für den konkreten Fall relevant?
  • Welche Fristen oder Pflichten benötigen Aufmerksamkeit?
  • Welche finanziellen oder steuerlichen Auswirkungen sind zu betrachten?
  • Welche offenen Fragen müssen mit dem Mandanten geklärt werden?
  • Ist eine weitergehende rechtliche Prüfung erforderlich?
  • Welche Information soll dokumentiert oder kommuniziert werden?

Der Prozess findet die Stelle. Die Kanzlei bewertet sie.

08 · Was sich dadurch ändert

Der Vertrag ist gelesen, bevor die Frage entsteht.

Die Kanzlei erhält eine geordnete, quellengebundene Grundlage, ohne den gesamten Vertrag und seine Anlagen manuell auswerten zu müssen.

  • 01Vertrags- und Dokumentübersicht
  • 02Fundstellen
  • 03Laufzeiten und Fristen
  • 04Pflichten
  • 05Zahlungsbedingungen
  • 06Relevante Klauseln
  • 07Versionsunterschiede
  • 08Mögliche Auswirkungen