KapazitätsWERK Engpass besprechen
Alle vier Projekte

Umgesetztes Projekt · 4 von 4

Alle Informationen waren digital. Trotzdem war der Mensch die Schnittstelle.

DATEV, DMS, Mandantenportal und digitale Belege waren im Einsatz. Die Arbeit entstand zwischen den Systemen. Gebaut wurde deshalb keine weitere Ablage, sondern das System, das die vorhandenen verbindet — bis zurück in die Akte.

4Systeme im Einsatz
100 %digitale Belege
täglichRestarbeit
4verbundene Abläufe

Die Kanzlei bleibt aus Gründen der Verschwiegenheit anonym. Profil, Ausgangslage, Abläufe und Ergebnisse stammen aus dem umgesetzten Projekt.

01 · Die Ausgangslage

Die Digitalisierung hatte das Papier entfernt, nicht die Koordination.

Die Kanzlei arbeitete mit DATEV, DMS, Mandantenportal und digitalen Belegen. Nach außen war der Digitalisierungsgrad hoch, und die Systeme selbst funktionierten.

Trotzdem verbrachten qualifizierte Mitarbeiter jeden Tag Zeit damit, Nachrichten zuzuordnen, Fallkontext zu suchen, Dokumente zu lesen, Aktenvermerke zu schreiben und Aufgaben anzulegen. Zwischen den Systemen arbeiteten weiterhin Menschen als Router.

Die Arbeit lag in den Lücken.

  • Eine Nachricht kam ohne eindeutigen Fall- und Zeitraumbezug an.
  • Der Kontext musste aus DATEV, DMS und Portal zusammengeholt werden.
  • Mitgeschickte Dokumente mussten gelesen werden, bevor klar war, worum es geht.
  • Was besprochen und entschieden wurde, blieb in Postfächern und persönlichen Notizen.
  • Beim nächsten Vorgang begann dieselbe Suche von vorn.

Das Problem war nicht, dass die Kanzlei nicht digital war. Das Problem war, dass die Verbindung zwischen den Systemen aus Handarbeit bestand.

03 · Wie die Bausteine ineinandergreifen

Der Kreis schließt sich im vorhandenen System.

Kein einzelner Baustein hätte den Engpass gelöst. Erst das Zusammenspiel hat es getan.

Nachricht Triage Dokumenten-analyse Recherchebei Bedarf Bearbeitung Aktenvermerk · freigegeben DATEV DMS Stand liegt beim nächsten Vorgang vor

Zum Ansehen seitlich wischen

Die Triage übersetzt die eingehende Nachricht in einen Vorgang und stellt den vorhandenen Fallkontext daneben. Sind Dokumente dabei, werden sie im selben Durchlauf ausgewertet — nicht abgelegt, sondern gelesen, mit Fundstelle. Steckt eine fachliche Frage darin, wird die Recherchegrundlage vorbereitet, bevor jemand danach sucht.

Was dann bearbeitet und entschieden wird, endet nicht im Postfach. Der Aktenvermerk hält es fest und schreibt es nach Freigabe in DATEV DMS zurück. Damit findet der nächste Vorgang zum selben Mandanten den Stand vor, statt ihn zu rekonstruieren. Genau dieser Rückweg macht aus vier Abläufen ein System.

04 · Vorher / Nachher

Der Unterschied in einem Blick.

Nachricht ohne FallbezugVorgang mit Mandant und Zeitraum
Kontext in drei Systemen suchenKontext liegt beim Vorgang
Dokument erst lesen, dann verstehenFundstellen sind aufbereitet
Entschiedenes bleibt im PostfachEntschiedenes liegt in der Akte
Nächster Vorgang beginnt von vornNächster Vorgang findet den Stand

05 · Was bei der Kanzlei bleibt

  • die fachliche Bearbeitung des Vorgangs
  • die Entscheidung über jede Antwort nach außen
  • die Freigabe jedes Aktenvermerks vor der Ablage
  • die Priorisierung im Tagesgeschäft

Kein Dokument wird ohne fachliche Freigabe in die Akte geschrieben. Bestehende Dokumente werden nicht überschrieben, Buchungen und Stammdaten nicht verändert.

06 · Was sich verändert hat

  • Die Fachkraft beginnt nicht mehr mit der Suche, sondern mit der Entscheidung.
  • Der Bearbeitungsstand ist im führenden System sichtbar, nicht in Postfächern.
  • Wiederkehrende Vorgänge zum selben Mandanten setzen aufeinander auf.
  • Die vorhandene Systemlandschaft bleibt bestehen.

Die Kanzlei war bereits digital. Gebaut wurde deshalb keine weitere digitale Ablage, sondern das System, das die Arbeit zwischen den vorhandenen Anwendungen übernimmt.