KapazitätsWERK Engpass besprechen
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Prozessbeispiel · Posteingang

Die Zeit geht nicht beim Lesen verloren. Sondern beim Suchen.

Mandantenanfragen kommen über E-Mail, Portal, Telefonnotizen oder Formulare. Mitarbeitende müssen herausfinden, zu welchem Fall die Anfrage gehört, wie dringend sie ist, welche Informationen fehlen und wer zuständig ist.

Fachliche Quelle
DATEV
Technischer Zugriff
KlarDaten
Verarbeitung
Langdock-Workflow
Freigabe
Die Kanzlei

Eingesetzt inCase 02 · Offene StelleCase 04 · Digital, aber manuell

01 · Wie es heute läuft

Einfache Anfragen erzeugen unverhältnismäßig viel Koordination.

Ohne strukturierten Ablauf verteilt sich diese Arbeit über persönliche Postfächer, Weiterleitungen, Einzelnotizen und manuelle Wiedervorlagen. Dadurch gehen Kontext und Zuständigkeit verloren.

  • 01Nachricht lesen und Mandant suchen6 Min
  • 02Fallkontext zusammensuchen10 Min
  • 03Dringlichkeit und Frist prüfen5 Min
  • 04Zuständigkeit klären5 Min
  • 05Antwort oder Aufgabe vorbereiten9 Min
Je Vorgang 35 Minuten Bei 25 Anfragen am Tag: 14 Stunden Kanzleizeit — jeden Tag.

Verteilt auf viele Schultern, aber immer dieselbe Arbeit. Von diesen fünf Schritten bleibt automatisiert einer übrig — die fachliche Bewertung.

8Schritte im AblaufVom Auslöser bis zum fertigen Ergebnis.
7laufen automatisiertDatenzugriff, Zusammenführung, Auswertung und Dokument.
1bleibt bei der KanzleiDie fachliche Bewertung. Genau der Schritt, für den man Berufsträger braucht.
Schätzwerte auf Basis vergleichbarer, real beobachteter Kanzleiabläufe — kein Messwert. Im Pilot messen wir gegen Ihre Baseline.

02 · Was der Prozess sichtbar macht

Nicht nur sortieren. Sondern mit Kontext übergeben.

Die Anfrage kann sich auf einen Steuerbescheid beziehen, auf fehlende Unterlagen, eine laufende Erklärung, Buchhaltung, eine Frist, eine Honorarfrage oder eine offene fachliche Frage.

  • zu welchem Mandanten und Fall die Anfrage gehört
  • welches Thema und welcher Zeitraum betroffen sind
  • wie dringend die Anfrage ist
  • welche Informationen noch fehlen
  • welche Rolle sie bearbeiten sollte

03 · Der fachliche Ablauf

Acht Schritte. Sieben davon müssen keine Person mehr machen.

Der Prozess startet, wenn eine Mandantenanfrage über einen freigegebenen Eingangskanal eintrifft.

  1. 01

    Die Anfrage wird erfasst.

  2. 02

    Absender, Mandant und vorhandener Fallkontext werden zugeordnet.

  3. 03

    Thema, Zeitraum, Dokumentbezug und Dringlichkeit werden strukturiert.

  4. 04

    Relevante Informationen aus DATEV und dem Kanzleikontext werden über KlarDaten bereitgestellt.

  5. 05

    Fehlende Informationen und mögliche Fristbezüge werden sichtbar gemacht.

  6. 06

    Die Anfrage wird einer zuständigen Rolle und einem Bearbeitungstyp zugeordnet.

  7. 07

    Ein Antwortentwurf, eine Rückfrage oder eine Aufgabe wird vorbereitet.

  8. 08

    Die Kanzlei bewertet die Einordnung und entscheidet über Antwort und Bearbeitung.

    Hier entscheidet der Mensch

04 · Die Automatisierung

Der Kontext kommt zur Anfrage. Nicht die Anfrage zum Kontext.

Der Langdock-Workflow verbindet den Eingangskanal, die Fallzuordnung, den DATEV-Zugriff über KlarDaten und die Erzeugung des Bearbeitungsvorgangs.

KanalE-MailKanalPortalKanalScanKanalMessengerTriage · Triage-SkillVorgang bilden:Mandant · Akte · ZeitraumAnliegen trennen — auch in einer MailsofortBerufsträgerFristsachenmit FallkarteSachbearbeitungwartet auf FreigabeAntwortentwurfKein Versand ohne Freigabe — auch nicht beim vorbereiteten Entwurf
Vier Kanäle laufen zusammen, drei geordnete Wege führen hinaus — Fristsachen nehmen die Abkürzung.
ZuordnungZeigt, worauf sich die Anfrage bezieht.

Mandant, Fall, Zeitraum und Dokumentbezug werden gegen den vorhandenen Stand gehalten. Fristbezüge werden sichtbar.

Triage-SkillBeschreibt, was daraus folgen soll.

Er bestimmt Bearbeitungstyp und zuständige Rolle und bereitet Antwort, Rückfrage oder Aufgabe vor.

Was dabei erfasst und geprüft wird

  • Mandant und Fall
  • Thema
  • Zeitraum
  • Dokumentbezug
  • Dringlichkeit
  • Fristbezug
  • Fehlende Angaben
  • Zuständige Rolle
  • Bearbeitungstyp

05 · Das Ergebnis

Am Ende liegt keine sortierte Nachricht vor. Sondern ein bearbeitbarer Vorgang.

Kein ungeprüfter Versand. Der Entwurf geht erst raus, wenn die Kanzlei ihn freigibt.

Fallkarte Berger Gastro GmbH · Mandant 10234 drei Anliegen, getrennt geführt
Mandant
Berger Gastro GmbH (Mandant 10234)
Erkannt über
Absender-Abgleich mit den DATEV-Stammdaten
Anliegen Unterlagen Juli 2026 → Vollständigkeitsprüfung 07/2026

Anhänge erkannt: Kontoauszug, Kassenexport (enthält 06/2026), Lieferando

zugeordnet
Anliegen Bescheid ESt/KSt 2024, Vorauszahlungen

Sperrklasse Bescheid — keine automatische Antwort

geht direkt an den Berufsträger
Anliegen Statusanfrage BWA 07/2026

Arbeitsstand aus DATEV: BWA in Bearbeitung — es fehlt die Kreditkartenabrechnung

Antwort vorbereitet
ZuständigFibu: M. Krause · Bescheid: StB Hofmann — aus der Zuständigkeitsmatrix der Kanzlei
FehltDer Bescheid selbst (nicht angehängt) · Kassenexport JuliRückfrage formuliert
bearbeitungsreif Antwortentwurf liegt bei — zur Freigabe

06 · Werkzeuge und Rollen

Jedes Werkzeug hat genau eine Aufgabe.

Eine Anfrage ohne Kontext ist nur eine Nachricht. Erst die Verbindung zum Fall macht daraus einen Vorgang.

Fachliche Quelle

DATEV

Liefert Fall, Zeitraum, Bearbeitungsstand und die relevanten Mandanteninformationen.

Zugriffsschicht

KlarDaten

Stellt den technischen Zugriff auf die benötigten DATEV-Daten bereit.

Kernverarbeitung

Langdock-Workflow

Verbindet Eingang, Fallzuordnung, Datenzugriff und die Erzeugung des Vorgangs.

Eingang

Freigegebene Kanäle

E-Mail, Portal, Telefonnotiz oder Formular — nur aus den von der Kanzlei freigegebenen Wegen.

Regeln

Triage-Skill

Legt fest, wie Dringlichkeit bestimmt, Zuständigkeit zugeordnet und der Bearbeitungstyp gewählt wird.

Ergebnis

Vorgang

Antwortentwurf, Rückfrage oder Aufgabe mit klarer nächster Aktion.

07 · Was bei der Kanzlei bleibt

Sie prüfen nicht die Zuordnung. Sie prüfen die Bedeutung.

Die Kanzlei erhält den kontextualisierten Vorgang und muss den Fall nicht erneut zusammensuchen.

  • Ist die Anfrage dem richtigen Mandanten und Fall zugeordnet?
  • Welche Bedeutung hat sie für den konkreten Mandanten?
  • Ist eine Antwort, Rückfrage oder interne Aufgabe erforderlich?
  • Welche Informationen müssen noch eingeholt werden?
  • Ist eine fachliche oder haftungsrelevante Prüfung notwendig?
  • Welche Rolle soll die Bearbeitung übernehmen?

Der Prozess bereitet vor. Der Mensch entscheidet. Nichts geht ungeprüft an den Mandanten.

08 · Was sich dadurch ändert

Kein Vorgang ohne Kontext. Und keiner ohne nächste Aktion.

Die Kanzlei erhält nicht nur eine sortierte Nachricht, sondern einen kontextualisierten und bearbeitbaren Vorgang.

  • 01Mandant und Fall
  • 02Thema und Zeitraum
  • 03Relevante DATEV-Informationen
  • 04Dringlichkeit
  • 05Fehlende Angaben
  • 06Zuständige Rolle
  • 07Antwortentwurf oder Aufgabe
  • 08Klare nächste Aktion
2.230 Stunden Kapazität pro Jahr — gemessen: DATEV, DMS und Portal im Einsatz, 100 % digitale Belege — trotzdem 31 Minuten Suchen je Anfrage, 23-mal am Tag. über vier verbundene Abläufe gemessen · zur Fallstudie →