Falldokumente
Gesprächsinhalte, E-Mail-Verläufe, Bescheide, Verträge und Rechercheergebnisse zum Vorgang.
Prozessbeispiel · Dokumentation
In einer Steuerkanzlei entstehen täglich Informationen, Entscheidungen und fachliche Einschätzungen in Gesprächen, Telefonaten, E-Mails und Dokumenten. Häufig bleiben diese Inhalte in einzelnen Postfächern und persönlichen Notizen verteilt.
Eingesetzt inCase 01 · NachfolgeCase 03 · AuslastungCase 04 · Digital, aber manuell
01 · Wie es heute läuft
Es fehlt der Anlass des Vorgangs, wer beteiligt war, welche Informationen vorlagen, welche Entscheidung getroffen wurde, welche Quellen verwendet wurden und wer den nächsten Schritt übernimmt.
Und deshalb wird der Vermerk oft gar nicht geschrieben. Von diesen fünf Schritten bleibt automatisiert einer übrig — die fachliche Freigabe.
02 · Was der Prozess sichtbar macht
Ausgangsmaterial können ein Mandantengespräch, eine Telefonnotiz, ein E-Mail-Verlauf, ein Bescheid oder Vertrag, ein Rechercheergebnis oder eine interne Abstimmung sein.
03 · Der fachliche Ablauf
Der Prozess startet mit einem konkreten Vorgang, der dokumentiert werden soll.
Anlass und Ziel der Dokumentation werden festgelegt.
Ausgangsdokumente, Gesprächsinhalte und relevante Falldaten werden zusammengeführt.
Mandant, Akte, Vorgang und Zeitraum werden zugeordnet.
Sachverhalt, Beteiligte und verwendete Quellen werden strukturiert.
Entscheidungen, fachliche Einordnungen und offene Fragen werden herausgearbeitet.
Verantwortlichkeiten und nächste Schritte werden festgehalten.
Der Aktenvermerk wird erstellt und für die Ablage vorbereitet.
Die Kanzlei prüft, gibt frei und der Vermerk wird in der digitalen Akte abgelegt.
Hier entscheidet der Mensch04 · Die Automatisierung
Der Workflow erzeugt nicht nur den Vermerk, sondern legt ihn beim richtigen Mandanten und Vorgang ab und bestätigt die Dokumentreferenz.
Sachverhalt, Beteiligte, Quellen und Zeitraum werden aus dem Ausgangsmaterial geordnet. Jede Aussage bleibt mit ihrer Quelle verbunden.
Er arbeitet Entscheidungen und fachliche Einordnungen heraus und hält Verantwortlichkeiten und nächste Schritte fest.
Was dabei erfasst und geprüft wird
05 · Das Ergebnis
Die Kanzlei erhält eine nachvollziehbare Dokumentation, die nicht nur erstellt, sondern dauerhaft beim richtigen Mandanten und Fall auffindbar abgelegt ist.
SachstandDie Mandantin plant die Anschaffung eines Baggers, Nettopreis 186.000 €.
EntscheidungDer Mandant will den Investitionsabzugsbetrag 2026 bilden.
LieferzeitpunktIm Gespräch: „Lieferung Februar“. Im Angebot: „Lieferzeit 20 Wochen ab Bestellung“. Beide Angaben stehen — die Kanzlei entscheidet, was gilt.
Offener PunktFinanzierung — Leasing oder Kauf — ist im Gespräch offen geblieben.
Aufgabe (Entwurf)Voraussetzungen des § 7g EStG prüfen · vorgeschlagen: StB Vogel · Termin unbestätigt.
Was der Mandant gesagt hat und was er geschrieben hat, steht nebeneinander — auch wenn es sich widerspricht. Die Kanzlei entscheidet, was gilt.
06 · Werkzeuge und Rollen
Ein Vermerk, den man später nicht findet, ist kein Vermerk. Deshalb endet der Prozess erst mit der bestätigten Ablage.
Gesprächsinhalte, E-Mail-Verläufe, Bescheide, Verträge und Rechercheergebnisse zum Vorgang.
Stellt den technischen Zugriff auf die relevanten DATEV-Falldaten bereit.
Verbindet Ausgangsmaterial, Fallzuordnung, Strukturierung und Dokumenterstellung.
Legt Aufbau, Detailtiefe, Quellennennung und Darstellung offener Fragen fest.
Nimmt den freigegebenen Vermerk auf und bestätigt die Dokumentreferenz.
Nachvollziehbare, wiederauffindbare Dokumentation des Vorgangs.
07 · Was bei der Kanzlei bleibt
Die Kanzlei erhält den vorbereiteten Vermerk und muss das Material nicht erneut zusammensuchen.
Der Prozess dokumentiert. Die Kanzlei gibt frei. Erst dann geht der Vermerk in die Akte.
08 · Was sich dadurch ändert
Die Kanzlei erhält eine Dokumentation, die beim richtigen Mandanten und Fall auffindbar abgelegt ist.