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Prozessbeispiel · Gestaltung

Der Sachverhalt steht vollständig — bevor der Antrag geschrieben wird.

Bei komplexen oder ungewöhnlichen Gestaltungen muss geklärt werden, wie ein geplanter Sachverhalt steuerlich behandelt wird. Der Sachverhalt muss dafür vollständig, widerspruchsfrei und so konkret beschrieben sein, dass die Finanzverwaltung ihn beurteilen kann.

Fachliche Quelle
DATEV und Falldokumente
Technischer Zugriff
KlarDaten
Verarbeitung
Langdock-Workflow
Freigabe
Der Berufsträger

01 · Wie es heute läuft

Die Vorbereitung landet beim Erfahrensten. Neben der laufenden Mandatsarbeit.

Mandantenangaben, Verträge, Unternehmensdaten, Berechnungen, die bisherige steuerliche Behandlung und einschlägige Rechtsquellen müssen zusammengeführt werden. Das kostet Zeit, die genau dort fehlt, wo sie am teuersten ist.

  • 01Sachverhalt aufnehmen120 Min
  • 02Unterlagen zusammenführen90 Min
  • 03Rechtsfragen formulieren120 Min
  • 04Rechtsgrundlagen recherchieren150 Min
  • 05Antrag schreiben180 Min
Je Vorgang 11 Stunden Bei 12 Anträgen im Jahr: 132 Stunden Berufsträgerzeit.

Deshalb wird der Antrag oft aufgeschoben oder gar nicht gestellt. Von diesen fünf Schritten bleibt automatisiert einer übrig — die fachliche Prüfung.

9Schritte im AblaufVom Auslöser bis zum fertigen Ergebnis.
8laufen automatisiertDatenzugriff, Zusammenführung, Auswertung und Dokument.
1bleibt bei der KanzleiDie fachliche Bewertung. Genau der Schritt, für den man Berufsträger braucht.
Schätzwerte auf Basis vergleichbarer, real beobachteter Kanzleiabläufe — kein Messwert. Im Pilot messen wir gegen Ihre Baseline.

02 · Was der Prozess sichtbar macht

Nicht den Antrag schreiben. Sondern ihn einreichungsfähig vorbereiten.

Der Prozess ersetzt weder die fachliche Verantwortung des Berufsträgers noch die Entscheidung der Finanzverwaltung. Er schafft eine belastbare Arbeitsgrundlage für Prüfung, Ergänzung und Einreichung.

  • ob der Sachverhalt lückenlos beschrieben ist
  • wo Angaben widersprüchlich oder unklar sind
  • welche Rechtsfragen präzise zu stellen sind
  • welche Rechtsgrundlagen einschlägig sind
  • welche Anlagen dem Antrag beiliegen müssen

03 · Der fachliche Ablauf

Neun Schritte. Acht davon müssen keine Person mehr machen.

Der Prozess startet mit dem Auftrag, für einen konkreten Mandanten und einen geplanten oder bereits umgesetzten Sachverhalt einen Antrag vorzubereiten.

  1. 01

    Auftrag und gewünschte steuerliche Klärung werden erfasst.

  2. 02

    Sachverhalt, Beteiligte, Zeitplan und geplante Maßnahmen werden strukturiert.

  3. 03

    Relevante DATEV-Daten und Falldokumente werden über KlarDaten zusammengeführt.

  4. 04

    Unklare, widersprüchliche oder fehlende Angaben werden sichtbar gemacht.

  5. 05

    Die konkreten Rechtsfragen und der gewünschte Auskunftsgegenstand werden herausgearbeitet.

  6. 06

    Relevante Rechtsgrundlagen und Fachquellen werden bereitgestellt.

  7. 07

    Aufbau, Begründung und Antragstext werden als Entwurf erstellt.

  8. 08

    Die finale Fassung wird für die Dokumentation vorbereitet.

  9. 09

    Die Kanzlei prüft den Entwurf fachlich, ergänzt ihn und entscheidet über die Einreichung.

    Hier entscheidet der Mensch

04 · Die Automatisierung

Der Entwurf entsteht quellengebunden. Nicht aus einer freien Antwort.

Der Langdock-Workflow verbindet den Auftrag, die Falldokumente, den DATEV-Zugriff über KlarDaten, die freigegebenen Rechtsquellen und die Dokumenterstellung.

Fachliche QuelleAkteSachverhalt · BelegeFormularblatt · Auskunfts-SkillSachverhalt — belegtaus der Akte übernommenRechtsfrage — formuliertzur Prüfung vorgelegtEigene Würdigung — OFFENfüllt nur der BerufsträgerGebühr nach § 89 AO — OFFENEntscheidung der KanzleiErgebnisAntragsentwurfeinreichungsfähigFreigabeBerufsträgerreicht einOffene Felder bleiben sichtbar offen — nichts wird stillschweigend gefüllt
Das Formular zeigt seine Lücken: Würdigung und Gebühr bleiben offen, bis der Berufsträger sie füllt.
SachverhaltsprüfungZeigt, wo der Sachverhalt noch Lücken hat.

Beteiligte, Verträge, Zeitplan und Varianten werden gegeneinander gehalten. Widersprüche werden markiert, nicht überschrieben.

Antrags-SkillBeschreibt, wie daraus ein Antrag wird.

Er formuliert die Rechtsfragen präzise, grenzt Varianten ab und baut die Begründung mit Fundstellen auf.

Was dabei erfasst und geprüft wird

  • Vollständiger Sachverhalt
  • Geplante Gestaltung
  • Beteiligte Personen
  • Beteiligungsstrukturen
  • Wirtschaftliche Berechnungen
  • Konkrete Rechtsfragen
  • Gewünschte Auskunft
  • Begründung und Fundstellen
  • Anlagenverzeichnis

05 · Das Ergebnis

Am Ende liegt kein Textvorschlag vor. Sondern ein prüffähiger Antrag.

Handlungsvorschläge bleiben Vorschläge. Die Entscheidung über Inhalt, Formulierung und Einreichung trifft der Berufsträger.

Prüfpaket · Hoffmann Beteiligungs-GmbHGeplant: Einbringung des Einzelunternehmens in die GmbH zum 01.01.2027„Noch nicht verwirklicht“ bestätigt am 20.08.2026 von StB Krüger · Variante B als getrenntes Dossier
Antragsteller
Hoffmann Beteiligungs-GmbH, Sitz Kassel DATEV Stammdaten
belegt
Sachverhaltsdarstellung
Einbringung zum 01.01.2027, Chronologie in 6 Schritten Einbringungsvertrag, Entwurf v3
Entwurf
Besonderes steuerliches Interesse
stille Reserven rund 310.000 € Berechnung Kanzlei, Anlage 3
belegt
Rechtsproblem und Rechtsstandpunkt
Buchwertfortführung nach § 20 UmwStG Rechtsstandpunkt der Kanzlei, Entwurf
Entwurf — Berufsträger
Konkrete Rechtsfragen
zwei Fragen formuliert Auftrag vom 18.08.2026
belegt
Erklärung zu Parallelanträgen
offen — Bestätigung durch den Berufsträger
offen
Versicherung Vollständigkeit und Wahrheit
offen — Bestätigung durch den Berufsträger
offen
Antragsentwurf — zur FreigabeAnlagenverzeichnis: Vertrag v3, Beschluss-Entwurf, Berechnung vorhanden · Bewertungsgutachten fehlt · Gebührennotiz: Gegenstandswert 310.000 € (§ 89 Abs. 4, 5 AO)

Erste Frage, bevor irgendetwas entsteht: Ist der Sachverhalt noch nicht verwirklicht? Erst nach der Bestätigung des Berufsträgers öffnet sich der Antrag. Varianten bleiben getrennte Dossiers.

06 · Werkzeuge und Rollen

Jedes Werkzeug hat genau eine Aufgabe.

Ein Antrag auf verbindliche Auskunft bindet langfristig. Deshalb muss jede Angabe auf ihre Quelle zurückführbar bleiben.

Fachliche Quelle

DATEV

Liefert die bisherige steuerliche Behandlung, Berechnungen und Mandantendaten zum Sachverhalt.

Zugriffsschicht

KlarDaten

Stellt den technischen Zugriff auf die benötigten DATEV-Daten bereit.

Kernverarbeitung

Langdock-Workflow

Verbindet Auftrag, Falldokumente, Datenzugriff, Rechtsquellen und Vorlagen und erzeugt den Entwurf.

Grundlage

Freigegebene Rechtsquellen

Gesetze, Verwaltungsanweisungen und Rechtsprechung aus dem zugelassenen Bestand.

Regeln

Antrags-Skill

Legt Aufbau, Detailtiefe, Abgrenzung der Varianten und Kennzeichnung offener Punkte fest.

Ausgabe

Dokumentausgabe

Erzeugt den Antragsentwurf mit Begründung, Anlagenverzeichnis und offenen Punkten.

07 · Was bei der Kanzlei bleibt

Sie prüfen nicht die Recherche. Sie prüfen die Einreichungsfähigkeit.

Der Berufsträger erhält den vorbereiteten Entwurf und muss die Zusammenstellung von Sachverhalt, Unterlagen und Quellen nicht wiederholen.

  • Ist der Sachverhalt vollständig und richtig dargestellt?
  • Sind alle Beteiligten, Verträge und Varianten korrekt erfasst?
  • Sind die konkreten steuerlichen Fragen präzise formuliert?
  • Ist die gewünschte Auskunft eindeutig?
  • Sind Begründung und Quellen fachlich tragfähig?
  • Ist der Antrag in dieser Form einreichungsfähig?

Der Prozess bereitet vor. Der Berufsträger verantwortet. Die Finanzverwaltung entscheidet.

08 · Was sich dadurch ändert

Ein Antrag, der sonst nicht gestellt worden wäre. Weil die Vorbereitung zu teuer war.

Die Kanzlei erhält eine belastbare Arbeitsgrundlage für fachliche Prüfung, Freigabe, Einreichung und spätere Dokumentation.

  • 01Vollständiger Sachverhalt
  • 02Geplante Gestaltung
  • 03Beteiligte Personen und Unternehmen
  • 04Konkrete steuerliche Fragen
  • 05Gewünschte Auskunft
  • 06Begründung und Fundstellen
  • 07Anlagenverzeichnis
  • 08Vorbereitete Dokumentablage