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Prozessbeispiel · Voranmeldung

Fünf Abgleiche, die kein Blatt zusammen zeigt — auf einer Seite.

Vor der Übermittlung der UStVA prüfen Kanzleien heute verstreut: ZM gegen Kennziffer 41, § 13b gegen Gegenbuchung, USt-IDs, OSS, Sondervorauszahlung. Jeder Abgleich wohnt in einem anderen Auswertungsblatt.

Fachliche Quelle
DATEV
Technischer Zugriff
KlarDaten
Verarbeitung
Langdock-Workflow
Freigabe
Die Kanzlei

01 · Wie es heute läuft

Fünf Blätter, fünf Wege — jeden Monat.

Wer prüft, springt zwischen Kontenblättern, ZM, Vorjahreswerten und Notizen — je Mandant, unter Termindruck kurz vor dem 10.

  • 01Werte zusammentragen6 Min
  • 02Abgleiche rechnen8 Min
  • 03Auffälligkeiten notieren4 Min
  • 04Übermittlung vorbereiten2 Min
Je Mandant und Monat 20 Minuten Bei 80 Mandanten: 320 Stunden im Jahr.

Deshalb wird oft nur geprüft, was schon einmal auffiel. Von diesen Schritten bleibt automatisiert einer übrig — die Entscheidung, was vor der Übermittlung geklärt wird.

Schätzwerte auf Basis vergleichbarer, real beobachteter Kanzleiabläufe — kein Messwert. Im Pilot messen wir gegen Ihre Baseline.
8Schritte im AblaufVom Auslöser bis zum fertigen Ergebnis.
7laufen automatisiertDatenzugriff, Zusammenführung, Auswertung und Dokument.
1bleibt bei der KanzleiDie Freigabe der Voranmeldung — mit beantworteten statt offenen Fragen.

02 · Was der Prozess sichtbar macht

Jede Differenz bekommt eine Fachfrage.

Der Prüfbogen zeigt je Abgleich beide Seiten, die Differenz und die Frage, die sich daraus ergibt — eine Entscheidungsvorlage, keine Fehlermeldung.

  • ob ZM und Kennziffer 41 zusammenpassen
  • ob § 13b-Umsätze ihre Gegenbuchung haben
  • welche USt-IDs ungültig geworden sind
  • ob OSS-Umsätze richtig abgegrenzt sind
  • ob die Sondervorauszahlung berücksichtigt ist

03 · Der fachliche Ablauf

Acht Schritte. Sieben davon müssen keine Person mehr machen.

Das Ergebnis ist ein Prüfbogen je Mandant — fünf Abgleiche, jede Differenz mit ihrer Fachfrage.

  1. 01

    Die UStVA-Werte des Monats werden aus DATEV gelesen.

  2. 02

    ZM-Meldedaten und Kontenwerte werden bereitgestellt.

  3. 03

    ZM wird gegen Kennziffer 41 gehalten.

  4. 04

    § 13b-Umsätze werden gegen ihre Gegenbuchungen geprüft.

  5. 05

    USt-IDs werden auf Gültigkeit geprüft.

  6. 06

    OSS-Abgrenzung und Sondervorauszahlung werden abgeglichen.

  7. 07

    Der Prüfbogen mit Differenzen und Fachfragen entsteht.

  8. 08

    Die Kanzlei klärt die Fragen und gibt die Übermittlung frei.

    Hier entscheidet der Mensch

04 · Die Automatisierung

Gerechnet wird deterministisch. Jede Zahl trägt ihre Quelle.

Die fünf Abgleiche sind feste Rechenwege — keine Interpretation. Was nicht aufgeht, wird als Frage formuliert, nicht als Fehler behauptet.

Fachliche QuelleDATEVUStVA · Konten · ZMZugriffKlarDatenZM ↔ Kennziffer 41§ 13b ↔ GegenbuchungUSt-IDs gültig?OSS abgegrenzt?Sondervorauszahlung?ErgebnisPrüfbogenFachfragenFreigabeKanzleiübermitteltDer Workflow greift die fachliche Quelle nie direkt an
Fünf feste Rechenwege laufen parallel — und werden auf einem Bogen wieder zusammengeführt.
AbgleichrechnungRechnet die fünf Wege.

Beide Seiten je Abgleich, die Differenz offen ausgewiesen — nachvollziehbar bis zur Kennziffer.

UStVA-SkillFormuliert die Fachfrage.

Je Differenz die Frage, die eine erfahrene Fachkraft stellen würde — mit dem Kontext daneben.

Was dabei erfasst und geprüft wird

  • Kennziffer 41
  • ZM-Summe
  • § 13b-Umsätze
  • Gegenbuchungen
  • USt-IDs
  • OSS-Umsätze
  • Sondervorauszahlung
  • Differenz je Abgleich

05 · Das Ergebnis

Ein Bogen je Mandant. Fünf Abgleiche, eine Seite.

Was zusammengehört, steht zusammen — mit Differenz, Fachfrage und Klärstand.

Prüfblatt · Weber Sanitär GmbH Voranmeldungszeitraum 07/2026 · monatlich · Dauerfristverlängerung: ja DATEV-Stand vom 08.09.2026
ZM 07/2026 ↔ Kennziffer 41 innergemeinschaftliche Lieferungen ZM: 38.400 € (3 Abnehmer)Kz 41: 41.900 € Differenz 3.500 € → Fachfrage
USt-IDs der ZM-Abnehmer Bestätigungsabfrage BZSt 3 IDs gemeldet2 gültig · 1 ungültig (AT) 1 ungültig → Fachfrage
§ 13b-Konten ↔ Vorsteuer-Gegenbuchung Konto 3120: 4 Buchungen, 12.600 €Konto 1577: 3 Buchungen, 9.400 € 1 ohne Gegenbuchung → Fachfrage
OSS-Umsätze außerhalb der Voranmeldung Konto OSS: 2.140 €Voranmeldung: nicht enthalten — korrekt stimmig · Hinweis: OSS-Meldung 3. Quartal
Dauerfristverlängerung / Sondervorauszahlung Sondervorauszahlung 2026: 6.200 €Anrechnung: Voranmeldung Dezember Hinweis — kein Handlungsbedarf im Juli
Periodenvergleich Kennziffer 81 Nebenbild 06/2026: 212.000 €07/2026: 241.500 € innerhalb Ihrer Regel
Fachfrageformuliert, mit beiden Werten und den betroffenen Buchungen

„Kennziffer 41 übersteigt die ZM um 3.500,00 €: Rechnung AR-2026-0731 an Novak s.r.o. (CZ) ist auf Konto 8125 gebucht, fehlt aber in der ZM. Bitte prüfen, ob die USt-ID des Abnehmers vorliegt und die Rechnung in die ZM gehört.“

Zur Freigabe Ein vorläufiger Buchungsstand steht sichtbar am Prüfblatt, bevor jemand freigibt

Verprobung und Prüfliste bleiben DATEV-Standard — ergänzt werden die Abgleiche über Auswertungen hinweg, mit dem DATEV-Stand, den Sie ausgewählt haben.

06 · Werkzeuge und Rollen

Jedes Werkzeug hat genau eine Aufgabe.

Eine Voranmeldung muss im Zweifel erklärbar sein. Deshalb trägt jede Zahl im Bogen ihre Quelle.

Fachliche Quelle

DATEV

Liefert UStVA-Werte, Kontenwerte und ZM-Meldedaten.

Zugriffsschicht

KlarDaten

Stellt den technischen Zugriff auf die benötigten DATEV-Daten bereit.

Kernverarbeitung

Langdock-Workflow

Verbindet Monatswerte, Abgleiche und Prüfbogen.

Ergebnis

Prüfbogen

Das eine Dokument je Mandant und Monat — fünf Abgleiche, eine Seite.

Rechnen

Abgleichrechnung

Führt die fünf festen Rechenwege und weist Differenzen offen aus.

Regeln

UStVA-Skill

Legt Toleranzen fest und formuliert je Differenz die Fachfrage.

07 · Was bei der Kanzlei bleibt

Sie prüfen nicht die Rechnung. Sie beantworten die Fachfrage.

Die Kanzlei entscheidet, was vor der Übermittlung korrigiert, geklärt oder bewusst so gelassen wird.

  • Ist die ZM-Differenz eine Meldelücke oder eine Periodenfrage?
  • Braucht der § 13b-Fall eine Korrektur?
  • Welche USt-ID wird beim Mandanten nachgefasst?
  • Wird vor oder nach der Übermittlung korrigiert?
  • Was geht an den Berufsträger?
  • Was wird dokumentiert?

Der Bogen zeigt die Differenz. Die Antwort gibt die Kanzlei.

08 · Was sich dadurch ändert

Geprüft wird jeder Monat. Nicht nur der auffällige.

Die Vorprüfung wird vom Glücksfall zur Routine — dokumentiert, auch wenn alles aufgeht.

  • 01Prüfbogen je Mandant
  • 02Fünf Abgleiche
  • 03Differenzen mit Quelle
  • 04Fachfragen
  • 05Klärstände
  • 06Vorjahresvergleich
  • 07Übermittlungsvermerk
  • 08Freigabestand