DATEV
Liefert Kontendaten und Buchungsstand, gegen die der Monat geprüft wird.
Prozessbeispiel · Monatliche Buchhaltung
Jeden Monat brauchen dieselben Mandanten dieselben Unterlagen — Kontoauszüge, Kassendaten, Eingangsrechnungen. Heute merkt die Kanzlei oft erst beim Buchen, was fehlt, und fordert dann einzeln nach.
01 · Wie es heute läuft
Vollständigkeit entsteht heute im Kopf der Sachbearbeitung: Wer was schon geschickt hat, steht in Mails, Ordnern und Erinnerungen — je Mandant, jeden Monat neu.
Deshalb wird oft erst beim Buchen nachgefordert — mitten im Monatslauf. Von diesen fünf Schritten bleibt automatisiert einer übrig: die Entscheidung, was wirklich angefordert wird.
02 · Was der Prozess sichtbar macht
Je Mandant und Monat wird der vereinbarte Unterlagensatz gegen das gehalten, was tatsächlich eingegangen ist — Bankkonten, Kasse, Rechnungen, Sonderbelege.
03 · Der fachliche Ablauf
Das Ergebnis ist keine Erinnerungsliste, sondern eine Monatsmatrix mit Nachforderungsentwurf — nur aus den offenen Positionen.
Der vereinbarte Unterlagensatz je Mandant wird als Soll geladen.
Eingänge aus Postfach, Portal und Scan werden Mandant und Monat zugeordnet.
Bankkonten und Kassendaten werden aus DATEV gelesen.
Soll und Ist werden je Mandant abgeglichen.
Fehlendes, Eingegangenes und Klärfälle werden als Matrix geführt.
Aus den offenen Positionen entsteht der Nachforderungsentwurf.
Rückläufe werden erkannt und die Matrix aktualisiert.
Die Kanzlei entscheidet, was angefordert wird — und gibt den Versand frei.
Hier entscheidet der Mensch04 · Die Automatisierung
Was „vollständig“ heißt, definiert die Kanzlei je Mandant einmal — der Monat wird dann gegen genau diese Liste geprüft.
Der Abgleich läuft deterministisch je Mandant gegen die vereinbarte Liste. Eingegangen, fehlt, in Klärung — drei Zustände, keine Vermutung.
Er nennt nur Offenes, mit Zeitraum und Quelle — und lässt weg, was schon da ist.
Was dabei erfasst und geprüft wird
05 · Das Ergebnis
Drei Zustände je Zeile — eingegangen, fehlt, in Klärung. Die Nachforderung entsteht nur aus den offenen Zeilen.
| Erwartete Unterlage | Quelle | Stand | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Kontoauszug Sparkasse 07/2026 | DUO Bank online | eingegangen | Umsätze bis 31.07. |
| Kontoauszug Kreditkarte 07/2026 | Upload | fehlt eingegangen | Nachforderung vorbereitet Upload am 11.08. — Zeile aufgelöst |
| Kassenexport TSE 07/2026 | Kassensystem | Klärung nötig | Datei enthält 06/2026 |
| Eingangsrechnungen 07/2026 | DUO Belege | eingegangen | 84 Belege |
| Ausgangsrechnungen 07/2026 | DUO Belege | eingegangen | 212 Belege |
| Lieferando-Abrechnung 07/2026 | Portal-Upload | fehlt | Nachforderung vorbereitet |
| PayPal-Kontoauszug 07/2026 | Upload | eingegangen | — |
| Lohnjournal 07/2026 | Kanzlei (Lohn) | eingegangen | intern |
| Pachtvertrag Änderung (optional) | — | — | nur bei Änderung |
Trifft die Kreditkartenabrechnung ein, wechselt genau diese Zeile auf eingegangen — alles andere bleibt, wie es ist. Eine leere Quelle wird dabei nie als „nichts fehlt“ gelesen: bleibt eine Datenquelle ungelesen, sagt die Matrix das.
06 · Werkzeuge und Rollen
Eine Nachforderung muss im Zweifel begründbar sein. Deshalb trägt jede Zeile der Matrix ihre Quelle und ihr Eingangsdatum.
Liefert Kontendaten und Buchungsstand, gegen die der Monat geprüft wird.
Stellt den technischen Zugriff auf die benötigten DATEV-Daten bereit.
Verbindet Eingänge, Soll-Liste, Matrix und Nachforderungsentwurf.
Mail, Portal und Scan — jede Unterlage wird Mandant und Monat zugeordnet.
Führt Soll gegen Ist und vergibt die drei Zustände je Zeile.
Legt fest, was als eingegangen gilt, was als Klärfall — je Mandant anpassbar.
07 · Was bei der Kanzlei bleibt
Die Kanzlei sieht die Matrix und entscheidet über Ton, Zeitpunkt und Eskalation — das System hält nur den Stand.
Die Matrix zeigt den Stand. Den Ton setzt die Kanzlei.
08 · Was sich dadurch ändert
Der Monatslauf beginnt mit einem vollständigen Bild statt mit Überraschungen — und der Mandant bekommt eine gebündelte Bitte statt vieler einzelner.