DATEV
Liefert Mandanteninformationen, Steuererklärung, Berechnungen und Vorunterlagen, gegen die der Bescheid gehalten wird.
Prozessbeispiel · Bescheide
Ein Steuerbescheid ist nicht nur ein Dokument zum Ablegen. Er muss mit den bereits vorhandenen Informationen zum Mandanten verglichen und inhaltlich eingeordnet werden.
Eingesetzt inCase 03 · Auslastung
01 · Wie es heute läuft
Der Bescheid muss dem richtigen Mandanten und Zeitraum zugeordnet, gegen die DATEV-Daten gehalten und auf Abweichungen, Vorläufigkeitsvermerke und Fristen gelesen werden. Bei jedem einzelnen Bescheid.
Genau deshalb wird in der Praxis oft nur stichprobenhaft geprüft. Von diesen fünf Schritten bleibt automatisiert einer übrig — die fachliche Bewertung.
02 · Was der Prozess sichtbar macht
Der Bescheid enthält festgesetzte Beträge, Erstattungen oder Nachzahlungen, Vorauszahlungen, Erläuterungen zu Änderungen, Hinweise wie Vorläufigkeit oder Vorbehalt der Nachprüfung sowie eine Rechtsbehelfsbelehrung mit Fristen.
03 · Der fachliche Ablauf
Der Prozess startet, sobald ein Steuerbescheid eingeht. Das Ergebnis ist keine allgemeine Zusammenfassung des Bescheids.
Ein Steuerbescheid geht ein.
Der Bescheid wird dem entsprechenden Mandanten und Veranlagungszeitraum zugeordnet.
Die relevanten Vergleichsdaten werden aus DATEV abgerufen.
Die Werte und Inhalte des Bescheids werden mit den DATEV-Daten verglichen.
Abweichungen, Erläuterungen, Vorläufigkeitsvermerke, Vorbehalte und mögliche Fristen werden herausgearbeitet.
Die Ergebnisse werden in einem strukturierten Prüfbericht zusammengefasst.
Eine mögliche Folgeaktion wird vorgeschlagen.
Die Kanzlei bewertet die fachliche Relevanz und entscheidet, wie sie mit dem Fall weiter verfährt.
Hier entscheidet der Mensch04 · Die Automatisierung
n8n startet den Ablauf beim Eingang des Bescheids. Über KlarDaten werden die benötigten Informationen aus DATEV abgerufen und gemeinsam mit dem Bescheid an den Prüf-Skill übergeben.
Festsetzung, Vorauszahlungen und Erstattung werden gegen den eingereichten Stand gehalten. Gerechnet, nicht geschätzt.
Er ordnet Erläuterungen, Vorläufigkeitsvermerke und Fristen ein und formuliert daraus den möglichen Handlungsbedarf.
Was dabei erfasst und geprüft wird
05 · Das Ergebnis
Die Kanzlei arbeitet den technischen Workflow nicht erneut durch. Sie beginnt mit dem fachlich aufbereiteten Ergebnis.
| Position | Erklärung / DATEV | Bescheid | Differenz | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Steuerbilanzgewinn | 184.312,00 € | 184.312,00 € | 0,00 € | übereinstimmend |
| Nicht abziehbare Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 5 EStG) | 3.210,00 € | 4.960,00 € | +1.750,00 € | abweichend — siehe Erläuterung 2 |
| Festgesetzte KSt | 27.646,00 € | 27.909,00 € | +263,00 € | Folge der Abweichung |
| Vorauszahlungen 2026 | 27.600,00 € | 27.900,00 € | +300,00 € | angepasst |
| Fundstelle | Inhalt | Einordnung |
|---|---|---|
| Erläuterung 2 | „Bewirtungsaufwendungen wurden mangels Nachweis der betrieblichen Veranlassung zu 100 % hinzugerechnet.“ | erklärt die Wertabweichung; Nachweis in der Akte vorhanden → Prüfpunkt |
| Vorläufigkeitsvermerk | § 165 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 AO — anhängiges Verfahren zur Verzinsung | unverändert zum Vorjahr |
| Vorbehalt der Nachprüfung | nicht gesetzt — im Vorjahr: gesetzt | Änderung zum Vorjahr → Hinweis |
Wo DATEV bereits elektronisch abgleicht, baut der Bericht darauf auf. Wo kein Abgleich existiert — kommunale Gewerbesteuerbescheide, Feststellungsbescheide, Bescheide nach Betriebsprüfung — übernimmt er den Wertvergleich selbst.
06 · Werkzeuge und Rollen
Die klare Trennung ist der Grund, warum sich nachvollziehen lässt, woher jede Aussage im Prüfbericht stammt.
Liefert Mandanteninformationen, Steuererklärung, Berechnungen und Vorunterlagen, gegen die der Bescheid gehalten wird.
Stellt den technischen Zugriff auf die benötigten DATEV-Daten bereit. Der Workflow greift nicht selbst in DATEV.
Startet den Ablauf beim Eingang des Bescheids und übergibt Dokument und Falldaten an die Verarbeitung.
Legt fest, welche Werte verglichen werden, was als Abweichung gilt und wie Hinweise und Fristen dargestellt werden.
Strukturierte Darstellung von Abweichungen, Hinweisen, Handlungsbedarf und vorgeschlagener Folgeaktion.
Der freigegebene Bericht wird beim richtigen Mandanten und Zeitraum abgelegt.
07 · Was bei der Kanzlei bleibt
Die Kanzlei erhält den strukturierten Prüfbericht und bewertet die darin gefundenen Punkte fachlich.
Die Entscheidung, welche Bedeutung die gefundenen Punkte für den konkreten Fall haben, bleibt bei der Kanzlei.
08 · Was sich dadurch ändert
Die Kanzlei muss nicht mehr aus mehreren Dokumenten und Notizen selbst herausarbeiten, was möglicherweise relevant ist.