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Prozessbeispiel · Jahresabschluss

Jahresabschlussanalyse mit Handlungsempfehlungen.

Eine Jahresabschlussanalyse kann Mandanten deutlich mehr geben als die reine Erstellung und Übermittlung von Jahresabschluss und Steuererklärung. Sie macht sichtbar, wie sich das Unternehmen entwickelt, wo sich Risiken oder Chancen ergeben und welche Fragen für die weitere Planung wichtig sind.

Fachliche Quelle
DATEV
Technischer Zugriff
KlarDaten
Verarbeitung
Langdock-Workflow
Freigabe
Die Kanzlei

Eingesetzt inCase 01 · Nachfolge

01 · Wie es heute läuft

Die Analyse scheitert nicht am Fachlichen. Sie scheitert an der Vorbereitung.

In der Praxis wird eine solche Analyse häufig nicht regelmäßig für jeden Mandanten erstellt. Der Grund ist nicht, dass sie fachlich keinen Wert hätte. Die vollständige Vorbereitung kostet so viel Zeit, dass sie sich im normalen Kanzleialltag oft nicht für jeden Mandanten leisten lässt.

  • 01Daten zusammensuchen60 Min
  • 02Vorjahre vergleichen45 Min
  • 03Kennzahlen berechnen60 Min
  • 04Auffälligkeiten einordnen75 Min
  • 05Gesprächsbriefing schreiben90 Min
Je Mandat und Jahresabschluss 5,5 Stunden Bei 100 Abschlüssen im Jahr: 550 Stunden.

Genau deshalb gibt es die Analyse heute nur für ausgewählte Mandanten. Von diesen fünf Schritten bleibt automatisiert einer übrig — die fachliche Bewertung.

10 Schritte im Ablauf Vom Auftrag bis zum fertigen Beratungsbriefing.
9 laufen automatisiert Datenabruf, Zusammenführung, Berechnung, Einordnung und Dokument.
1 bleibt bei der Kanzlei Die fachliche Bewertung. Genau der Schritt, für den man Berufsträger braucht.
Schätzwerte auf Basis vergleichbarer, real beobachteter Kanzleiabläufe — kein Messwert. Im Pilot messen wir gegen Ihre Baseline.

02 · Was die Analyse sichtbar macht

Nicht die Zahlen wiedergeben. Sondern zeigen, was sie bedeuten.

Eine Jahresabschlussanalyse wertet die wirtschaftlichen und steuerlich relevanten Informationen eines Jahresabschlusses strukturiert aus: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Vorjahreswerte und relevante Kontenentwicklungen.

  • welche Werte sich wesentlich verändert haben
  • wo wirtschaftliche oder steuerliche Auffälligkeiten liegen
  • welche Entwicklungen erklärt werden müssen
  • welche Fragen sich für den Mandanten ergeben
  • an welchen Stellen sich konkrete Handlungsmöglichkeiten ergeben

03 · Der fachliche Ablauf

Zehn Schritte. Neun davon müssen keine Person mehr machen.

Der Prozess beginnt mit einem Auftrag, für einen bestimmten Mandanten und ein bestimmtes Geschäftsjahr eine Jahresabschlussanalyse zu erstellen. Das Ergebnis ist kein automatischer Beratungsabschluss.

  1. 01

    Der Auftrag zur Analyse wird gestartet.

  2. 02

    Über KlarDaten werden die benötigten Daten aus DATEV abgerufen.

  3. 03

    Bilanz, GuV, Vorjahreswerte und relevante Kontenentwicklungen werden zusammengeführt.

  4. 04

    Die Daten werden strukturiert und miteinander verglichen.

  5. 05

    Wesentliche Veränderungen und Auffälligkeiten werden herausgearbeitet.

  6. 06

    Kennzahlen und Entwicklungen werden verständlich dargestellt.

  7. 07

    Offene Sachverhaltsfragen und mögliche Erklärungen werden formuliert.

  8. 08

    Handlungsmöglichkeiten werden als strukturierte Vorschläge vorbereitet.

  9. 09

    Ein Analyse- und Beratungsbriefing wird erstellt.

  10. 10

    Die Kanzlei bewertet die fachliche Relevanz der Ergebnisse und entscheidet über die weitere Verwendung.

    Hier entscheidet der Mensch

04 · Die Automatisierung

DATEV bleibt die fachliche Quelle. Der Workflow greift sie nie direkt an.

Die Kernverarbeitung findet in einem Langdock-Workflow statt. Er verbindet den Analyseauftrag, den DATEV-Datenzugriff über KlarDaten, die Berechnungsschicht, den Analyse-Skill und die Dokumenterstellung.

BilanzStichtagGuVlaufendes JahrVorjahrVergleichZugriffKlarDatenVerarbeitungRechnenKennzahlen und EntwicklungAnalyse-Skillerklärt AuffälligkeitenErgebnisBriefingAgenda · Fragen · BelegeFreigabeBerufsträgerführt das GesprächDer Workflow greift die fachliche Quelle nie direkt an
Drei Eingänge, zwei Auswertungen — und am Ende kein Bericht, sondern ein vorbereitetes Gespräch.
Berechnungsschicht Zeigt, was sich verändert hat.

Vorjahresvergleiche, prozentuale Veränderungen, Margenentwicklungen und Verhältniskennzahlen. Strukturiert gerechnet, nicht geschätzt.

KI-Auswertung Beschreibt, wie es im Briefing verständlich wird.

Sie formuliert die Einordnung, verbindet die Ergebnisse mit den Mandanteninformationen und leitet daraus die offenen Fragen ab.

Was berechnet und verglichen werden kann

  • Umsatzentwicklung
  • Rohergebnis und Margen
  • Personalaufwand
  • sonstige betriebliche Aufwendungen
  • Betriebsergebnis
  • Liquiditätsentwicklung
  • Eigenkapitalentwicklung
  • Verschuldung
  • Forderungen und Verbindlichkeiten
  • Rückstellungen
  • Entnahmen und Einlagen
  • Veränderungen einzelner Kontengruppen

05 · Das Ergebnis

Am Ende liegt kein Zahlenwerk auf dem Tisch. Sondern eine Gesprächsgrundlage.

Handlungsmöglichkeiten werden als Vorschläge formuliert. Die KI entscheidet nicht selbst, welche Empfehlung für den Mandanten fachlich oder wirtschaftlich umgesetzt werden soll.

Beratungsbriefing · Hartmann Metallbau GmbH Geschäftsjahr 2025 · Bilanzstichtag 31.12.2025 · Vorjahr vorhanden Paket: Bilanzbericht mit Kennzahlenanalyse, Kontennachweis
Beobachtungenjede Zahl mit Quelle im DATEV-Abschlusspaket
Forderungen aus L+L · Bilanz, Aktiva B.II.1
2024286.900 €
2025412.300 €

+125.400 € (+43,7 %) — Forderungen wachsen siebenmal stärker als der Umsatz.

Umsatzerlöse · GuV Pos. 1
20242.964.000 €
20253.148.000 €

+184.000 € (+6,2 %) — solide, aber deutlich langsamer als die Forderungen.

Zinsaufwand · GuV Pos. 13
20240 €
20258.400 €

neu — Vorjahr null, nur absolute Veränderung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen · GuV Pos. 8, Kontennachweis
2024329.300 €
2025388.600 €

+59.300 € (+18,0 %) — Treiber laut Kontennachweis: Leasing und Fuhrpark.

Vermutung → Fragegetrennt von dem, was die Zahlen belegen
Streitfrage 1 · Forderungsaufbau
Belegt
Forderungen wachsen siebenmal stärker als der Umsatz
Vermutung
verlängerte Zahlungsziele — oder Großauftrag im Dezember
Frage an den Mandanten
„Welche der drei größten offenen Posten zum 31.12. sind inzwischen bezahlt?“
Streitfrage 2 · Finanzierung
Belegt
Zinsaufwand neu — Vorjahr null
Vermutung
Darlehensaufnahme 2025
Frage an den Mandanten
„Wofür wurde finanziert?“
Gesprächsagendaeine Reihenfolge, keine Liste

1. Forderungsaufbau und Liquidität  ·  2. Finanzierung 2025  ·  3. Leasing und Fuhrpark

Zur fachlichen Auswahl Fehlt das Vorjahr oder passen die Zeiträume nicht zusammen, bleibt der Vergleich sichtbar offen

Ihre DATEV-Kennzahlen aus Bilanzbericht und Kennzahlenanalyse werden gelesen, nicht neu erfunden — ergänzt wird die Gesprächsvorbereitung.

06 · Werkzeuge und Rollen

Jedes Werkzeug hat genau eine Aufgabe.

Die klare Trennung ist kein technisches Detail. Sie ist der Grund, warum sich am Ende nachvollziehen lässt, woher jede Aussage im Briefing stammt.

Fachliche Quelle

DATEV

Liefert die Abschluss- und Mandantendaten, auf denen die Analyse beruht: Bilanz, GuV, Konten- und Buchungsdaten, Vorjahreswerte und Stammdaten.

Zugriffsschicht

KlarDaten

Stellt den technischen Zugriff auf die benötigten DATEV-Daten bereit. Der Workflow ruft über diese Anbindung ab, statt selbst in DATEV zu greifen.

Kernverarbeitung

Langdock-Workflow

Verbindet Analyseauftrag, Datenzugriff, Berechnungsschicht, Analyse-Skill und freigegebene Vorlagen — und erzeugt daraus das Dokument.

Rechnen

Berechnungsschicht

Erzeugt aus den abgerufenen Daten vergleichbare Kennzahlen, Veränderungen und Trends. Liefert die strukturierten Ergebnisse.

Regeln

Analyse-Skill

Legt fest, welche Daten und Zeiträume betrachtet werden, welche Veränderungen als auffällig gelten, wie Quellen genannt und Fragen formuliert werden.

Ausgabe

Dokumentausgabe

Erzeugt das Briefing als Markdown, DOCX oder PDF zur Bereitstellung im vorgesehenen Kanzlei- oder Dokumentationssystem.

07 · Was bei der Kanzlei bleibt

Sie prüfen nicht den Datenabruf. Sie prüfen die Bedeutung.

Die Kanzlei erhält das fertige Analysebriefing und muss nicht erneut den technischen Datenabruf, die Berechnungsschritte oder die Verarbeitung im Workflow durchgehen.

  • Welche Auffälligkeiten sind für den Mandanten relevant?
  • Welche Veränderungen benötigen eine Erklärung?
  • Welche Fragen sollten im Mandantengespräch gestellt werden?
  • Welche Handlungsmöglichkeiten sind im konkreten Fall sinnvoll?
  • Welche Themen sollen weiterbearbeitet werden?
  • Welche Ergebnisse sollen dem Mandanten erläutert werden?

Die Entscheidung, welche Themen für den Mandanten relevant sind und wie mit ihnen verfahren wird, bleibt bei der Kanzlei.

08 · Was sich dadurch ändert

Regelmäßiger. Individueller. Für jeden Mandanten, nicht nur für ausgewählte.

Mandanten bekommen nicht nur die fertigen Zahlen, sondern eine verständliche Einordnung ihrer Entwicklung und konkrete Themen, über die sie mit der Kanzlei sprechen können.

  • 01Abschlussübersicht
  • 02Kennzahlen und Entwicklungen
  • 03Vorjahresvergleiche
  • 04Auffällige Positionen
  • 05Mögliche Erklärungen
  • 06Offene Fragen
  • 07Mögliche Handlungsthemen
  • 08Priorisierte Gesprächsgrundlage